Religion & Theologie » Standpunkte

Theologische Standpunkte                                                                                                  


An dieser Stelle befindet sich die theologische Grundsatzerklärung zur Ausrichtung von Zamilog.eu. Im zweiten Teil des Textes die Wechselbeziehung zwischen Christentum und aktueller Politik besprochen.  

Lasst uns zu Beginn einen Blick auf das apostolische Glaubensbekenntnis werfen:

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde,

und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige katholische Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten,
und das ewige Leben. Amen.


Innerhalb dieses Gebets befindet sich bereits die Grundlage und Essenz des christlichen Glaubens. Auf Zamilog.eu wird der Standpunkt der Wahrheit jeder einzelnen Aussage des Glaubensbekenntnisses vertreten und der Theologiebereich wird dementsprechend ausgerichtet.
Aus diesem Grund richtet sich der Inhalt dieses Bereichs auch primär an Christen (aller Konfessionen). Dennoch kann sich natürlich jeder interessierte Besucher die jeweiligen Seiten ansehen und seine eigenen Schlüsse daraus ziehen. Der Bereich Religion & Theologie soll weiters auch eine Anlaufstelle für Suchende sein, wo diese sich intensiver mit der Bedeutung des Christentums auseinandersetzen können. Grundsätzlich gilt, dass es bei Missverständnissen jederzeit die Möglichkeit zur Klärung dieser, beispielsweise via E-Mail oder über das Forum, gibt. 
Sinn und Zweck des Theologiebereichs ist selbstverständlich nicht das Beleidigen oder Kritisieren Andersgläubiger, sondern in erster Linie die Verkündung dessen, was meiner Überzeugung nach die Wahrheit ist. 


Zur politischen Relevanz des Gesagten:

Ich vertrete mit dieser Website die Meinung, dass Religionsfreiheit als Menschenrecht anerkannt und gewürdigt werden muss, und ein staatliches Religionsverbot oder dergleichen völlig abzulehnen ist. Weiters bin ich der Meinung, dass Religion erheblichen Einfluss auf Staat und Staatsbürger sowie deren Verhalten hat.

Außerdem glaube ich, dass das Christentum einen besonderen, positiven Einfluss auf z.B. Europa (jedoch längst nicht nur Europa!) auf kultureller und gesellschaftlicher Ebene genommen hat und immer noch nimmt - auch wenn dieser Einfluss derzeit zu schwinden scheint. Christliche Werte sind es jedoch, welche es heute vielleicht mehr denn je auch auf politischer Ebene zu stärken und zu sichern gilt.

Wie sieht aber die Wechselbeziehung dieser scheinbar konservativen, christlichen Werke mit progressiver Politik aus? Es ist eine äußerst effiziente Symbiose, welche der gesamten Gesellschaft ungemein nützen kann, sofern diese richtig verstanden und angewandt wird. Christliche Werte als "absolute" Grundlage der Gesellschaftspolitik und wirklich angewandte christliche Soziallehre, um Moral und Menschlichkeit auf allen gesellschaftlichen Ebenen zu garantieren könnte die politische Situation aller (z.B.) europäischen Staaten bereits erheblich verbessern.

Befürworte ich also einen Gottesstaat? Keineswegs, denn ich glaube etwas derartiges liegt außerhalb der Möglichkeiten des Menschen. Alle selbsternannten Gottesstaaten der Gegenwart bringen ihrer Gesellschaft mehr Unheil als Gutes - weswegen ich selbstverständlich für die grundsätzliche Trennung zwischen Kirche und Staat eintrete (und zwar um Staatseinfluss auf die Kirche zu verhindern, nicht umgekehrt). Dennoch ist so häufig getätigte Aussage "Religion ist Privatsache" äußerst naiv und falsch: Religion ist bei Weitem nicht nur Privatsache, sondern nimmt wie bereits erwähnt bedeutenden Einfluss auf den Menschen als Einzelnen und damit die Gesellschaft als Ganzes. 

Dies ist auch einer der Gründe, warum ich als Österreicher die Partei CPÖ (ehemals "Die Christen") unterstütze, welche in der Tat für jene christlichen Werte eintreten, die unsere Politik derzeit so dringend braucht. Ich bin der Meinung, dass einzelne, christliche Politiker in der gegenwärtigen Situation nicht mehr ausreichen werden und befürworte daher die Bildung von christlichen Parteien und Bürgerlisten - besonders innerhalb der Europäischen Union, denn manche Themen (wie den Lebensschutz) wird man vielleicht nur auf dieser Ebene effizient  behandeln können.